Übung auf Schädtbek 2010
Am Do. den 03.06.2010 stand auf dem Dienstplan wieder einmal die PA Ausbildung.
Als Übungsobjekt konnten wir das landwirtschaftliche Versuchsgut Schädtbek gewinnen. Als wir um 19:10 mit allen Fahrzeugen anrückten, sahen wir schon vom Eingangstor aus, dass es aus etlichen Fenstern und Türen qualmte. Der Hausmeister, der uns „alarmiert“ hatte, nahm uns in Empfang und berichtete, dass sich im Gebäude noch mindestens 4 Personen aufhalten müssten. Er könne aber nicht sagen wo, denn das Gebäude hat 3 Stockwerke und ist sehr verwinkelt.......
Übung auf Schädtbek 2010
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Nach der ersten Erkundung durch den Wehrführer Bernd Sievers wurde schnell klar, es ist eine nicht alltägliche Aufgabe. Die PA Träger vom LF 10/6 und vom TLF 16/24 rüsteten sich mit PA aus, alle Kameraden die nicht unter PA waren, bauten zeitgleich die Wasserversorgung vom TLF zur Einsatzstelle auf. Als die Wasserversorgung stand, gingen die ersten 3 Trupps in den Innenangriff vor (der Sicherungstrupp stand als Reserve bereit).
Was die Kameraden nicht wussten, war, dass der Keller und das Erdgeschoss so vernebelt waren, dass man die Hand nicht vor Augen sehen konnte.Im Keller fanden die Kameraden ein Wirrwarr aus Maschinen und Rohrleitungen vor.Kleine verwinkelte Nischen, abgehängte Decken und so gut wie keine Sicht erschwerten die Suche.
Nun ging es darum, den Raum mit System abzusuchen, um die möglicherweise vermissten Personen zu finden. Was als zusätzliche Schwierigkeit während des Einsatzes auftrat, war die
schlechte Funkverbindung zur PA Überwachung. Aufgrund der Bauweise und des vielen Metalls in der Umgebung war die Funkverbindung extrem schwierig.Letztendlich wurden hier 2 Personen (aufgrund der Verqualmung nur Dummys) gefunden und mit der Trage nach draußen gebracht, wo sie weiter versorgt wurden.
Eine auch nicht leichte Aufgabe stellte das Erdgeschoss dar, ein langer Gang mit unzähligen Stahltüren machte es dem PA Trupp nicht einfach, die vermissten Personen zu finden.Für die Opferrolle hatten sich die Kameraden Heinrich Dibbern und Peter v.Wickeren bereitgestellt. Größten Wert sollte auf die ordnungsgemäße Kennzeichnung der durchsuchten Räume gelegt werden. Hierzu gibt es einen genauen Leitfaden der Landesfeuerwehrschule.
Als die letzten beiden Personen gefunden worden waren, konnte diese Übung beendet werden.Nach einer kurzen Manöverkritik durch den Wehrführer hatten alle noch einmal die Möglichkeit, sich mit den Räumlichkeiten dieses Objektes vertraut zu machen.Auch hier hat sich gezeigt, dass es immer vorteilhaft ist eine gewisse Ortskenntnis zu haben. Hierzu noch einmal ein Dank an den Kameraden Klaus Lassen, der es ermöglicht hat, an solch einem Objekt üben zu können.
Fazit der Übung: es gibt immer wieder Dinge, die man immer wieder üben sollte. Um 21:00 verließen wir das Übungsobjekt auf Schädtbek und kehrten zum Stützpunkt zurück.

